Herrmannfilm

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Umgewendet - Die Nachwendezeit an Ostdeutschen Schulen

Dokumentarfilm

1990 befindet sich die DDR im Auflösungsprozess. Ein System geht unter. Ein neues kommt fast über Nacht. Mitten in diesem Strudel der Geschichte befinden sich fast 2,4 Millionen Schulkinder: Gerade noch DDR-Bürger, Pioniere, FDJler – wenige Monate später nichts mehr davon. Das alte Wertesystem zerfällt binnen kürzester Zeit vor ihren Augen.

In den ostdeutschen Schulen findet ein allumfassender ideologischer und struktureller Systemwechsel enormen Ausmaßes statt  – und das im laufenden Schulbetrieb! Die Bundesrepublik bringt noch vor der Wiedervereinigung weit über 6 Millionen alte Lehrbücher in den Osten, aber die Lehrer bleiben dieselben. Sie sollen nun plötzlich ihren Schülern Demokratie lehren, die sie aber selbst nie erlebt haben. Zwischen Chaos und Aufbruch suchen Schüler wie Lehrer ihren Weg in die neue Zeit.

Unser Film zeichnet anhand des Mikrokosmos „Schule“ den inneren und äußeren Transformationsprozess in den Jahren von Ende 1989 bis 1991 in Ostdeutschland detailliert nach. Neben den Schülern, von denen viele mitten in ihrer persönlichen Umbruchphase  – der Pubertät  – stecken, stehen die Lehrer im Fokus des Films.

Unser Film geht 30 Jahre zurück um die Auswirkungen dieser außergewöhnlichen Umbruchsituation auf unsere heutige Zeit zu verstehen.

Gefördert von des Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
In Kooperation mit Kato Film

Drehzeit: Juli-August 2020
Drehort: Berlin, Sachsen u.a.
Produktion: Kato Film / HerrmannFilm Berlin
Redaktion: Jens Stubenrauch (rbb)
Produzent: Katharina Herrmann
Kamera: Till Vielrose
Ton: Alex Heinze
Autoren: Katharina Herrmann und Konrad Herrmann
Regie: Katharina Herrmann
Recherche: Ania Wiesen
Sendung: N.N.